Unsere Duale Studentin Nicole Weber hat ein Interview bei der Radiogang der Elbe-Weser-Welten (EWW) gegeben. Im Gespräch berichtet sie vom Modell des Dualen Studiums sowie von ihren Erfahrungen im Integrationsfachdienst Bremerhaven/Wesermünde (IFD).
Das Gesprochene kann sich hier auch gerne nachgelesen werden:
„Moderator: Hallo liebe Hörerinnen und Hörer, hier ist mal wieder die Radiogang. Verantwortlich für diese Sendung ist Jana Severin und wir führen hier heute ein Interview, und zwar mit Nicole Weber. Jetzt machen wir erst mal einen kleinen Augenblick Musik. Viel Spaß! In unserer heutigen Sendung geht es um das duale Studium in der Sozialen Arbeit. Hierzu haben wir uns die Studentin Nicole Weber zu uns herzlich eingeladen. Herzlich willkommen, Nicole. Nicole, kannst du unseren Hörern erklären, was genau ‚duales Studium‘ heißt?
Nicole Weber: Hallo erstmal. Ein duales Studium bedeutet, dass man arbeitet und studiert. Das ist quasi ein Teilzeitstudium. Es gibt verschiedene Studienmodelle, einmal das Blockmodell, wo man am Stück in der Uni ist, zum Beispiel 3 Monate, und danach am Stück im Betrieb ist, zum Beispiel dann auch 3 Monate. Es gibt das Modell des wöchentlichen Studienmodells, das heißt, dass man dann eine Woche im Betrieb ist und darauf die Woche in der Uni oder an der Hochschule. Und es gibt die geteilte Woche, wie es bei mir ist. Ich bin zum Beispiel 3 Tage in der Praxis und hab 2 Tage Hochschule.
Moderator: Wie lange geht denn so ein Studium und wann bist du damit fertig?
Nicole Weber: Mein Studium geht 7 Semester, das heißt dreieinhalb Jahre, und ich bin im April fertig.
Moderator: Zum Ende musst du ja eine Bachelorarbeit schreiben. Welches Thema hast du denn?
Nicole Weber: Meine Bachelorarbeit geht um Peers. Das sind Expertinnen in eigener Sache. Das ist ein Projekt, das wir gerade im Integrationsfachdienst ausführen. Das heißt, Menschen mit einer Beeinträchtigung, zum Beispiel mit A.D.H.S. oder Depression, erzählen von ihren Lebenserfahrungen. Wir haben dann Einsätze, zum Beispiel in der Hochschule oder im Autismuszentrum. Ziel ist es dabei, Menschen, die selbst diese Beeinträchtigung haben, Mut zu machen oder Eltern mit Kindern mit Autismus oder A.D.H.S. oder Depressionen Mut zu machen, Hürden abzubauen und den zukünftigen Fachkräften, Sozialarbeiter*innen einmal zu zeigen, wie das wirklich ist, mit so einer Diagnose zu leben und nicht nur aus Lehrbüchern zu lernen.
Moderator: Gibt es in deinem Studium in der Sozialen Arbeit einen Schwerpunkt?
Nicole Weber: Nein, aber es gibt Wahlmodule, die man im fünften Semester wählen kann, und zwar Kindheitspädagogik, Kinder- und Jugendhilfe, Soziale Arbeit mit Erwachsenen und Handlungsfeld Schule.
Moderator: Und welchen Schwerpunkt hast du gewählt? Duales Studium heißt ja Arbeiten und Lernen gleichzeitig. Wo genau arbeitest du denn?
Nicole Weber: Ich arbeite seit letztem April im Integrationsfachdienst und war vorher in der Kinder- und Jugendhilfe tätig.
Moderator: Wie bist du zu Beginn deines Studiums auf den Integrationsfachdienst aufmerksam geworden?
Nicole Weber: Ich war ja, wie gerade eben erwähnt, vorher in der Kinder- und Jugendhilfe tätig und bin dann mitten im Studium gewechselt zum Integrationsfachdienst. Habe dann einfach geschaut, welche Stellen es in Bremerhaven gibt, bin auf Elbe-Weser-Welten zugekommen und dann wurde mir vorgeschlagen, dass ich im Integrationsfachdienst einen Hospitationstag machen kann. Da hat es mir so gut gefallen, dass ich geblieben bin.
Moderator: Welche Bereiche hast du im IFD kennengelernt und was hat dir am meisten Spaß gemacht?
Nicole Weber: Angefangen habe ich in der unterstützenden Beschäftigung, war dann in der Berufsorientierung, in der Arbeitsvermittlung und bin jetzt in der Berufsbegleitung. Am meisten Spaß haben mir tatsächlich Berufsorientierung und Arbeitsvermittlung gemacht, weil man auch mehr Klient*innen im Alltag begegnen kann und das hat mir total gefallen.
Moderator: Welche Erfahrungen nimmst du aus dem Integrationsfachdienst mit?
Nicole Weber: Erstmal bin ich persönlich total gewachsen, Also, ich hab einen riesen Sprung gemacht von Anfang vom IFD bis zum Ende. Alleine auch, dass ich die verschiedenen Bereiche einmal durchlaufen konnte und dadurch verschiedene Menschen kennenlernen durfte. Das ist natürlich auch super wertvoll.
Moderator: Gibt es etwas, dass du anderen Studenten raten möchtest?
Nicole Weber: Habt keine Angst Fragen zu stellen und nehmt euch Zeit, um Menschen wirklich zuzuhören. Vor allem traut euch, euren Praxisbereich zu wechseln, wenn ihr dort unzufrieden seid. Es ist auch O. K., etwas Neues auszuprobieren.
Moderator: Wo möchtest du nach deinem Studium gerne arbeiten?
Nicole Weber: Ich möchte gerne weiter in einer Beratungsstelle arbeiten, gerne weiter im Integrationsfachdienst und sonst könnt ich mir auch eine Schwangerschaftsberatung vorstellen.
Moderator: Ja, Nicole, dann noch vielen Dank für das Interview und dann wünsch ich dir für die Zukunft noch alles Gute und dann hast du jetzt auch noch einen Musikwunsch frei. Was wünschst du dir denn Schönes?
Nicole Weber: Vielen Dank, ich wünsch mir ‚We Are the People‘ von Empire of the Sun.
Jana Severin: Ja, das, was ihr gehört habt, war das Interview mit Peter und Nicole und ich fand das super interessant, dass Nicole im IFD gearbeitet hat. Vielleicht hat der eine oder andere Lust auch zum IFD zu kommen und da sein Praktikum zu machen. Es ist auf jeden Fall spannend und ihr seid herzlich willkommen.“
Bei Interesse an einem Praktikum im Integrationsfachdienst, z. B. im Rahmen eines Studiums der Sozialen Arbeit, senden Sie Ihre Bewerbungsunterlagen gerne an: ifd@eww.de

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